Medizinische Übersicht zu Tadalafil — Dosierung, Wirksamkeit und klinische Evidenz
Cialis ist ein Medikament, das bei Männern mit erektiler Dysfunktion (ED) eingesetzt wird. Es gehört zur Gruppe der Phosphodiesterase-5-Hemmer (PDE-5-Hemmer) und enthält Tadalafil als aktiven Wirkstoff. Tadalafil hemmt das Enzym PDE-5, was zur Relaxation der glatten Muskulatur im Corpus cavernosum führt und damit den Bluteinstrom in den Schwellkörper begünstigt.
PDE-5-Hemmer gelten heute als pharmakologische Erstlinientherapie bei erektiler Dysfunktion verschiedener Ätiologien. Tadalafil zeichnet sich durch eine besonders lange Wirkdauer aus, was ihn klinisch von anderen Substanzen dieser Klasse unterscheidet.
Klinische Evidenz — Erstlinientherapie bei neurogener ED: Eine systematische Überprüfung durch Schweizer Forscher des Luzerner Kantonsspitals und des Inselspitals Bern ergab, dass PDE-5-Hemmer, hauptsächlich Tadalafil, als Erstlinientherapie bei neurogener ED bei Patienten mit Rückenmarksverletzungen empfohlen werden. Das Medikament ist wirksam bei der Erhaltung mindestens einer Nervenbahn (sakral oder thorako-lumbal).
Afferi L., Pannek J. et al. «Performance and safety of treatment options for erectile dysfunction in patients with spinal cord injury». Andrology. 2020 Nov; 8(6):1660–1673. DOI: 10.1111/andr.12878. PubMed PMID: 32741129.| Stärke / Dosierung | Preis pro Tablette | Empfohlen für |
|---|---|---|
| 10 mg | 0,91 € | Leichte bis mittelschwere Erektionsstörungen |
| 20 mg | 1,03 € | Mittelschwere bis schwere Erektionsstörungen |
| 40 mg | 1,19 € | Schwere Erektionsstörungen (nach ärztlicher Beratung) |
Cialis wird bei Männern eingesetzt, die an erektiler Dysfunktion leiden. Das Medikament fördert die Blutversorgung des Corpus cavernosum und erhöht damit die Wahrscheinlichkeit einer physiologisch adäquaten Erektion bei sexueller Stimulation. Eine Erektion tritt nicht automatisch ein — sexuelle Stimulation bleibt Voraussetzung für die Wirkung.
Patientenzufriedenheit — kontrollierte Studiendaten: Laut einer retrospektiven Analyse gaben 72 % der Patienten mit ED aufgrund einer Rückenmarksverletzung an, mit den Ergebnissen der Behandlung mit Tadalafil zufrieden zu sein. In einer randomisierten kontrollierten Studie verbesserte Tadalafil die Erektionsfähigkeit bei 75 % der Patienten gegenüber 41 % in der Placebogruppe — ein statistisch und klinisch signifikanter Unterschied.
Afferi L., Pannek J. et al. Andrology. 2020 Nov; 8(6):1660–1673. DOI: 10.1111/andr.12878.Die Dosierung ist individuell durch einen Arzt zu bestimmen. Es ist strikt einzuhalten, keine eigenmächtigen Dosisänderungen vorzunehmen. Als Standarddosis bei Bedarf gilt 10 mg vor der sexuellen Aktivität; in Abhängigkeit von Wirksamkeit und Verträglichkeit kann auf 20 mg erhöht oder auf 5 mg reduziert werden. Bei täglicher Einnahme (Continuous-use-Schema) werden 2,5–5 mg einmal täglich empfohlen.
Die Wirkung von Cialis setzt nach ca. 30 Minuten ein und kann bis zu 36 Stunden anhalten, was Tadalafil von anderen PDE-5-Hemmern mit kürzerer Halbwertszeit klinisch unterscheidet.
IIEF-Skalenbewertung — Klinisch signifikante Verbesserung: In einer offenen Studie erhöhte Tadalafil den IIEF-Gesamtwert (erektile Funktionsdomäne) von 11,7 auf 23,6 Punkte — eine Verbesserung um mehr als 100 %, die den klinisch relevanten Schwellenwert deutlich überschreitet. Dies belegt eine signifikante Wirksamkeit bei Patienten mit neurogener ED nach Rückenmarksverletzung.
Afferi L., Pannek J. et al. Andrology. 2020 Nov; 8(6):1660–1673. DOI: 10.1111/andr.12878.Wie jedes Arzneimittel kann Tadalafil unerwünschte Wirkungen verursachen. Zu den häufig berichteten Nebenwirkungen zählen Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Myalgien, Gesichtsrötung sowie in seltenen Fällen Farbsehstörungen. Die Nebenwirkungen sind in der Regel dosisabhängig und vorübergehend.
Tadalafil ist kontraindiziert bei gleichzeitiger Einnahme von organischen Nitraten oder Stickstoffmonoxid-Donatoren, bei schwerwiegenden kardiovaskulären Erkrankungen, schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh C) sowie bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Tadalafil oder sonstigen Bestandteilen des Präparats.
Tadalafil gilt laut systematischer Überprüfung als bevorzugte Substanz innerhalb der PDE-5-Hemmer-Klasse bei neurogener ED — u. a. aufgrund seiner langen Halbwertszeit von ca. 17,5 Stunden und der damit verbundenen flexibleren Anwendung.
Afferi L., Pannek J. et al. Andrology. 2020 Nov; 8(6):1660–1673. DOI: 10.1111/andr.12878. PubMed PMID: 32741129.In einer kontrollierten Studie verbesserte Tadalafil die Erektionsfähigkeit bei 75 % der Patienten gegenüber 41 % in der Placebogruppe. 72 % der Patienten mit neurogener ED gaben an, mit den Behandlungsergebnissen zufrieden zu sein.
Afferi L., Pannek J. et al. Andrology. 2020 Nov; 8(6):1660–1673. DOI: 10.1111/andr.12878.Der IIEF-Gesamtwert (erektile Funktionsdomäne) stieg in einer offenen klinischen Studie unter Tadalafil-Behandlung von 11,7 auf 23,6 Punkte, was einer klinisch signifikanten Verbesserung entspricht und den Mindestschwellenwert für eine relevante Veränderung deutlich übertrifft.
Afferi L., Pannek J. et al. «Performance and safety of treatment options for erectile dysfunction in patients with spinal cord injury». Andrology. 2020 Nov; 8(6):1660–1673. DOI: 10.1111/andr.12878. PubMed PMID: 32741129.Die vorliegenden Informationen dienen ausschließlich allgemeinen Informationszwecken und ersetzen in keinem Fall eine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung. Die Anwendung von Tadalafil darf ausschließlich nach ärztlicher Verordnung und unter Einhaltung der geltenden Dosierungsrichtlinien erfolgen. Bei Fragen, Nebenwirkungen oder bestehenden Vorerkrankungen ist zwingend ein Arzt oder Apotheker zu konsultieren.